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3/26 - OAIC - Orca-AIS-Correlation
Hallo Leute,
ich möchte euch auch hier ein bisschen über das Projekt auf dem Laufenden halten.
Es hat sich tatsächlich jemand über meinen Aufruf auf Mastodon gemeldet, der bei dem Projekt mithelfen möchte. Dazu kam noch ein Segler, den ich in Kirkwall auf den Orkneys kennengelernt habe und der seines Zeichens Statistiker und Machine Learning Nerd ist. Außerdem hat sich aus meinem Freundeskreis ein lieber Mensch gemeldet, der sich einer späteren Visualisierung der Daten widmen kann. -
26/2 - Von der Angst zur Analyse:
Ich möchte die Angst vor Orcas nicht mit Böllern, sondern mit Fakten bekämpfen. Da ich kein Programmierer bin, habe ich das Projekt OAIC gestartet, um IT-Experten zu gewinnen, die unsere AIS-Positionsdaten wissenschaftlich auswerten. Statt nur die Angriffe zu zählen, will ich durch den Vergleich mit friedlichen Fahrten echte Muster finden. Mein Ziel ist eine sachliche Basis auf GitHub, die uns schützt und den Hass gegen die Tiere beendet.
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26/1 - Das Horn der Fabriken und der Ruf der Freiheit!
Nach dem Staffelfinale unserer Segelsaison liege ich nun allein im Hafen von Douarnenez. Doch dieser Ort ist mehr als nur ein schöner Liegeplatz im Finistère. Zwischen Markthallen-Idyll und der rauen Steilküste verbirgt sich eine Geschichte von unglaublicher Kraft: Von den „Herren des Silbers“ und den legendären „Penn Sardin“, die als Fabrikarbeiterinnen die erste kommunistische Bastion Frankreichs erkämpften. Warum dieser Ort so viel mehr „Ecken und Kanten“ hat als Kopenhagen oder Cornwall und was ein historischer Streik mit meinem heutigen Gefühl an Bord zu tun hat, erfahrt ihr in meinem neuesten Logbuch-Eintrag. Kommt mit auf eine Zeitreise durch eine Stadt, die niemals den Rücken beugt!
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25/9 - Wir sitzen schon wieder fest.
Wir sitzen fest, diesmal wegen des Wetters und nicht wegen Reparaturen, und genießen die Situation. Wir helfen Nachbarn an ihren Booten, erkunden die Umgebung mit dem Rad und schätzen das Finistère mit seinen Klippen, Buchten, klaren Bächen und dem Duft von Tang und Heidekraut.
Ein Ärgernis gibt es mit einer schwer zu ersetzenden Dichtung, aber kleinere Reparaturen sind möglich. Während wir warten, arbeite ich an Filmen, neuen YouTube-Projekten und Vorbereitungen für Gäste.
Am Ende bleibt das Gefühl: Festzustecken heißt hier nicht Stillstand. Man bewegt sich weiter in Gedanken, Plänen und kleinen Abenteuern, genießt die Ruhe, die Natur und die kleinen Freuden des Lebens auf dem Boot.
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25/7 - So, krasser Scheiß. Sorry für die Wortwahl. Aber:
Drei Tage vor der Abfahrt aus Mylor überschlagen sich die Ereignisse: technische Rückschläge, ein Moment völliger Überforderung – und schließlich doch der Aufbruch. Nach acht Monaten Refit, Abschied unter Tränen, dem ersten Segeltest und einer Nacht vor Anker fühlt sich alles wieder richtig an. Bis uns Fowey mit einem Empfang überrascht, den wir nie vergessen werden.
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LOG 25/4 - Endlich wieder einen Flow!
Nach einer längeren Blogpause und einer intensiven Zeit auf See habe ich mich in den letzten Wochen tief in das Thema HDR-Videoschnitt mit HLG in Final Cut Pro eingearbeitet. Was als technische Herausforderung begann, wurde zu einer persönlichen Reise zurück in den kreativen Flow – vergleichbar mit dem, was ich früher beim Musikmachen erlebt habe. In diesem Beitrag erzähle ich, wie ich meine Videoproduktion auf ein neues Qualitätsniveau gebracht habe: mehr Dynamik, bessere Schärfe, sattere Farben – und das ganz ohne neuen Kamerakauf. Eine Geschichte über Technik, Vertrauen in den eigenen Prozess und die Freude am Gestalten.
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LOG 24/5 - Ein Einblick in das Leben auf dem Segelboot.
Ein Leben auf dem Segelboot klingt nach purem Abenteuer, aber oft ist es genauso viel Alltag. Vom Warten auf das perfekte Wetterfenster bis zum Kochen bei Seegang, vom spontanen Austausch mit Nachbarn bis zu stillen Momenten bei Sonnenuntergang – das Leben auf See ist ein ständiger Balanceakt zwischen Herausforderung und Ruhe. Hier draußen vergeht kein Tag wie der andere, und genau das macht es für Britti und mich so besonders.
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Log 24/4 - Wieder geht der Autopilot kaputt - Was jetzt?
Mein erstes Fazit? Genug Hydrauliköl auf Lager zu haben, wäre hier Gold wert gewesen. Mit ein wenig Reserveöl hätten wir die Überfahrt vermutlich ohne größere Probleme fortführen können. Es ist ja nicht so, dass ich vergessen hätte, Ersatzteile oder Flüssigkeiten aller Couleur an Bord zu haben – nur eben nicht das, was in diesem Moment am dringendsten gebraucht wurde. Das ist die Essenz von Murphy´s Law. Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.
