Ría de Arousa: Ein verlorenes SUP und eine Insel, die kaum jemand betreten darf

Die nächste Etappe führt uns aus der Ría de Muros e Noia hinaus und südwärts in die Ría de Arousa – die größte der galicischen Rías Baixas. Der Wind meint es gut mit uns: ruhige See, entspanntes Segeln, einer dieser Tage, an denen alles leicht von der Hand geht.

Wir fallen an der Praia da Catía bei Aguiño trocken – ein weiter, feiner Sandstrand kurz vor A Pobra do Caramiñal. Der perfekte Auftakt. Doch am nächsten Morgen fehlt etwas an Deck: Unser SUP ist über Nacht verschwunden. Statt weiterzuträumen heißt es also erst einmal: Problem lösen.

Wir laufen den Hafen von A Pobra do Caramiñal an und nehmen den Bus ins nahe Ribeira, um Ersatz zu kaufen. Mit neuem Board an Bord ankern wir wieder vor dem Hafen und segeln weiter zur Praia da Ladeira. Zwei Nächte bleiben wir hier – grillen, baden, in der Bucht schaukeln. Genau dieses Bootsleben ist der Grund, warum wir losgefahren sind.

Das Herzstück der Etappe kommt zum Schluss. Mit vorab beantragter Genehmigung dürfen wir in den Parque Nacional Marítimo-Terrestre das Illas Atlánticas – Galiciens einzigen Nationalpark. Wir ankern vor der Illa de Cortegada, der am dichtesten bewaldeten Insel des Parks, und gehen an Land. Ein Ort, den nur wenige zu Gesicht bekommen, weil der Zugang streng geregelt ist.

Zwei Tage später machen wir in der Marina von Vilagarcía de Arousa fest. Damit endet eine Etappe, die mit einem Ärgernis begann und mit einem echten Höhepunkt schloss. Die ganze Geschichte gibt es in bewegten Bildern in der aktuellen Folge auf unserem YouTube-Kanal.